1. Name mit WKN / ISIN

  • Name: Jungheinrich AG​
  • WKN: 621993​
  • ISIN: DE0006219934​

2. In welchen Indizes ist die Aktie gelistet

Die Aktie der Jungheinrich AG ist in mehreren bedeutenden Indizes vertreten, darunter:​

  • MDAX: Ein Index der 50 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands nach dem DAX.​
  • SDAX: Ein Index der 70 nächstgrößeren Unternehmen nach dem MDAX.​

Die Jungheinrich-Aktie wechselte mehrfach zwischen MDAX und SDAX. Nach dem Aufstieg in den MDAX im Dezember 2014 wurde sie im September 2018 wieder in den SDAX aufgenommen. Im September 2021 erfolgte erneut der Aufstieg in den MDAX. ​

3. Beschreibung des Unternehmens

Die Jungheinrich AG ist ein deutscher Hersteller von Flurförderzeugen, Lager- und Materialflusstechnik mit Sitz in Hamburg. Gegründet am 7. August 1953 von Friedrich Jungheinrich, hat sich das Unternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter in der Intralogistik entwickelt. Im Jahr 2023 beschäftigte Jungheinrich 21.117 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 5,55 Milliarden Euro. ​

Das Produktportfolio umfasst unter anderem:​

  • Flurförderzeuge: Gabelstapler, Hochregalstapler, Schlepper und fahrerlose Transportsysteme.​
  • Regalsysteme: Manuelle, halbautomatische und automatische Lagersysteme wie Hochregallager und Palettenlager.​
  • Intralogistik-Lösungen: Planung und Optimierung von Lagerprozessen, einschließlich Warehouse-Management-Systemen und Funkdatentechnologie.​

Jungheinrich ist weltweit in 40 konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften vertreten und in rund 120 Ländern aktiv. Produktionsstandorte befinden sich unter anderem in:​

  • Hamburg (Konzernzentrale)​
  • Norderstedt​
  • Lüneburg​
  • Moosburg an der Isar​
  • Klipphausen (Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden)​
  • Kaltenkirchen (Zentrallager Ersatzteile)​
  • Landsberg
  • München​

Zudem betreibt das Unternehmen ein Montagewerk in Qingpu, China, und ein Logistikzentrum für Osteuropa in Bratislava. ​

4. Beschreibung der Branche, in der das Unternehmen sich befindet

Jungheinrich agiert in der Intralogistik- und Maschinenbaubranche, die sich mit der Planung, Steuerung und Durchführung des innerbetrieblichen Materialflusses sowie der entsprechenden Informationsflüsse beschäftigt. Diese Branche umfasst die Herstellung von Flurförderzeugen, Lagertechnik und automatisierten Lagersystemen.​

5. Chancen und Risiken der Branche aus marktpolitischer und politischer Sicht

  • Chancen:
    • Automatisierung und Digitalisierung: Der Trend zur Industrie 4.0 und die Nachfrage nach automatisierten Logistiklösungen bieten Wachstumspotential.​
    • E-Commerce-Boom: Steigende Online-Handelsvolumina erhöhen den Bedarf an effizienten Lager- und Distributionssystemen.​
    • Nachhaltigkeit: Umweltfreundliche und energieeffiziente Lösungen werden zunehmend nachgefragt.​
  • Risiken:
    • Wirtschaftliche Schwankungen: Konjunkturabhängigkeit kann Investitionen in Intralogistiksysteme beeinflussen.​
    • Fachkräftemangel: Der Bedarf an qualifiziertem Personal für die Implementierung und Wartung komplexer Systeme steigt.​
    • Regulatorische Anforderungen: Strengere Umwelt- und Sicherheitsvorschriften können zu erhöhten Kosten führen.​

Aktuelle Entwicklungen:

Jungheinrich hat in den letzten Jahren seine Position im Bereich der Automatisierung durch strategische Beteiligungen und Übernahmen gestärkt. Dazu zählen die Beteiligung am Robotik-Start-up Magazino im Jahr 2020 sowie die Übernahme von arculus, einem Unternehmen im Bereich der Autonomous Mobile Robots, im Jahr 2021. Zudem erweiterte Jungheinrich seine Präsenz im nordamerikanischen Markt durch die Übernahme der Storage Solutions Gruppe aus Indiana, USA, Anfang 2023. ​

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung dar.