SAF-Holland SE ist ein global führender Hersteller von Produkten und Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland und ist auf die Produktion von Achssystemen, Fahrwerksystemen, Kupplungssystemen und weiteren Komponenten für Anhänger, Lkw, Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge spezialisiert. Es ist im SDAX gelistet.

Geschäftsmodell von SAF-Holland

  1. Produktportfolio:

Achsen und Fahrwerke: Schwerpunkt auf leichten und robusten Achsen für Anhänger und Nutzfahrzeuge.

Kupplungssysteme: Anhängerkupplungen für Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Federungssysteme: Luft- und mechanische Federungen für Anhänger und schwere Fahrzeuge.

Ersatzteile: Ein wachsender Markt für Wartung und Reparaturen der Komponenten.

  1. Kundengruppe:

Nutzfahrzeughersteller (OEMs), Flottenbetreiber, Werkstätten und Distributoren.

Bedeutende Märkte: Europa, Nordamerika und Asien.

  1. Servicegeschäft:

Wartung und Ersatzteilgeschäft („Aftermarket“) sind wichtige Umsatztreiber.

Service-Angebote sichern langfristige Kundenbindung.

  1. Technologie- und Nachhaltigkeitsorientierung:

Investitionen in moderne Technologien wie Gewichtseinsparung, Elektromobilität und CO₂-Reduktion.

Faktoren, die den Aktienkurs von SAF-Holland positiv beeinflussen können

Unternehmensspezifische Einflüsse

  1. Nachfragewachstum:

Wachsende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, vor allem in den Bereichen Logistik, Landwirtschaft und Bauwesen.

Erholung der Nutzfahrzeugindustrie nach konjunkturellen Abschwüngen.

  1. Aftermarket-Geschäft:

Stetig steigende Umsätze aus dem Ersatzteilgeschäft, das weniger konjunkturabhängig ist.

Margenstärkeres Geschäft im Vergleich zum OEM-Segment.

  1. Innovationen und Nachhaltigkeit:

Entwicklung neuer, leichterer Achssysteme und CO₂-reduzierter Lösungen für nachhaltigere Nutzfahrzeuge.

Fokus auf Elektromobilität und automatisierte Fahrzeugsysteme.

  1. Geografische Diversifikation:

Starkes Wachstum in Asien und Nordamerika kann das Unternehmen unabhängiger von europäischen Märkten machen.

  1. Kosteneffizienz:

Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer und Effizienzprogramme zur Kostensenkung.

Makroökonomische und politische Einflüsse (positiv)

  1. Infrastrukturprogramme:

Staatliche Investitionen in Straßenbau und Infrastruktur können die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Anhängern ankurbeln.

  1. Logistikboom:

Steigender Bedarf an Logistikdienstleistungen durch E-Commerce und globalisierte Lieferketten.

  1. Förderungen für emissionsarme Fahrzeuge:

Subventionen und steuerliche Vorteile für umweltfreundliche Fahrzeuge fördern die Nachfrage nach modernen Fahrwerksystemen.

Faktoren, die den Aktienkurs von SAF-Holland negativ beeinflussen können

Unternehmensspezifische Risiken:

  1. Konjunkturabhängigkeit:

SAF-Holland ist stark abhängig von der Nutzfahrzeugindustrie, die zyklisch ist und auf wirtschaftliche Abschwünge sensibel reagiert.

Rückgänge in der Nachfrage nach Lkw und Anhängern können Umsätze stark beeinträchtigen.

  1. Kostensteigerungen:

Steigende Rohstoffpreise (z. B. für Stahl) könnten die Margen belasten.

Höhere Energiekosten oder Lohnkosten können die Produktionskosten erhöhen.

  1. Abhängigkeit von OEMs:

OEMs (Original Equipment Manufacturer) machen einen großen Teil des Geschäfts aus. Ein Rückgang der Bestellungen großer Hersteller kann sich negativ auswirken.

  1. Wettbewerbsdruck:

Intensiver Preis- und Qualitätswettbewerb in der Zulieferindustrie.

Makroökonomische und politische Risiken (negativ)

  1. Lieferkettenprobleme:

Engpässe bei der Beschaffung von Rohmaterialien oder Komponenten könnten die Produktion beeinträchtigen.

Globale Handelskonflikte oder Zölle könnten die Kosten erhöhen.

  1. Regulatorische Anforderungen:

Strengere Vorschriften für Emissionen oder Sicherheitsstandards könnten hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung erfordern.

  1. Konjunkturabschwächung:

Eine globale oder regionale Rezession würde die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Anhängern erheblich reduzieren.

  1. Geopolitische Risiken:

Unsicherheiten wie der Ukraine-Konflikt, Spannungen zwischen den USA und China oder Rohstoffabhängigkeiten könnten die Lieferkette oder die Endmärkte beeinträchtigen.

Entwicklung und Kennzahlen

Wenn man sich den Aktienkurs der letzten 12 Monate ansueht wird man feststellen, dass sich der Kurs negativ entwickelt hat und aktuell am 29.11.2024 gute 8,89% niedriger liegt als am 01.12.2023 mit 14,880 € damals und jetzt 13,580 €.

Der Aktienkurs lag allerdings die letzten 52 Wochen auch einmal bei 19,74 € am 17.07.2024 und als niedrigster Wert am 19.11.2024 bei 12,80 €. Damit ist er aktuell relativ nah am 52 Wochen tief.

2020 gab es keine Dividende, in den Jahren danach ist die Dividende jährlich gestiegen, 2021 (0,35 €), 2022 (0,60 €, 2023 (0,85). Daher würde ich auch weiterhin von einer Dividenkde ausgehen. Würde diese wieder 0,85 € betragen und ich die 0,85 € vom aktuellen Kurs abziehen, wäre dies 12,73 € und damit mit diesem Puffer niedriger als das 52 Wochen tief.

Das KGV 2023 lag mit 8,64 höher als 2022 mit 6,53

Fazit

SAF-Holland bietet eine interessante Möglichkeit, von der wachsenden Nutzfahrzeugindustrie und dem Logistikboom zu profitieren. Der Fokus auf Aftermarket-Geschäft und nachhaltige Innovationen ist positiv. Allerdings ist das Unternehmen stark konjunkturabhängig und anfällig für Rohstoffkosten sowie globale Lieferkettenprobleme. SAF-Holland ist besonders geeignet für Anleger, die zyklische Werte und den Nutzfahrzeugsektor im Portfolio ergänzen möchten, allerdings sollten Risiken wie hohe Volatilität beachtet werden.

Hierbei handelt es sich weder um eine Anlageberatung, noch um eine Anlageempfelung, sondern ausschließlich um einen redaktionellen Beitrag.